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Wenn im Herbst viele Spinnen kriechen,
sie schon den Winter riechen.

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Typisch für den Altweibersommer Ende September/Anfang Oktober ist die Zeit der Spinnfäden.

Die jungen Wolfsspinnen gehen mit Hilfe dünner Flugfäden auf Reise. Sie kann nur aufsteigen, wenn es warm und windstill ist, denn dann entsteht vom warmen Boden aus eine Thermik, von der sich die Spinnen in höhere Luftschichten tragen lassen.

Diese Spinnenfäden führten zu einem sehr alten Volksglauben.

In frühchristlicher Zeit hielt man sie für Fäden aus dem Mantel Marias,den sie bei ihrer Himmelfahrt getragen hat.Deshalb sind sie auch manchmal noch unter dem Namen Marienfaden oder Marienseide bekannt.

 

 

Hier noch ein Gedicht

Sei ruhig,ems'ge Spinne,

Nie stört ich eure Ruh,

Sah gleich manch halbes Stündchen

ich eurem Weben zu.


Wo nähmen Barometer

Wir armen Leute her?

Du bist uns Wettermännchen,

Sagst Sonn und Wind vorher.


Knüpf immer deine Fäden

Nah aneinander an:

Sie künden,trotz dem Herbste,

Uns gutes Wetter an.



Elisabeth Kulmann(1808-1825)